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Mittwoch. 28 Januar 2026
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Die ALEBA und die Handelskammer: ein konstruktiver Dialog für die Zukunft des luxemburgischen Arbeitsmarktes

Die ALEBA und die Handelskammer: ein konstruktiver Dialog für die Zukunft des luxemburgischen Arbeitsmarktes

Im Rahmen ihres institutionellen Austauschs traf sich die ALEBA mit Carlo Thelen, Generaldirektor der Handelskammer, um mehrere wichtige Themen für die Zukunft des luxemburgischen Arbeitsmarktes zu erörtern. Dieses Treffen ist Ausdruck des gemeinsamen Willens, einen offenen und konstruktiven Dialog zwischen den Sozialpartnern im Dienste der Arbeitnehmer, der Unternehmen und der Wettbewerbsfähigkeit des Landes aufrechtzuerhalten.

Gemeinsame Erkenntnisse, komplexe Herausforderungen

Die Gespräche drehten sich um die strukturellen Herausforderungen Luxemburgs: die Entwicklung der Beschäftigung, den sozialen Dialog, die Ausbildung, die Telearbeit in einem Kontext, der durch eine starke Abhängigkeit von Grenzgängern, Herausforderungen in Bezug auf Produktivität, Wettbewerb, technologischen Wandel, Verkehrs- und Wohnungsprobleme sowie durch die sich wandelnden Erwartungen der Arbeitnehmer hinsichtlich der Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben geprägt ist.

 

Sozialer Dialog: Branchenspezifische und unternehmensspezifische Tarifverträge – ein zentrales Thema für die Attraktivität und die Einhaltung der europäischen Empfehlung, wonach 80 % der Arbeitnehmer durch Tarifverträge abgedeckt sein sollen

Bei diesen Gesprächen bekräftigte die ALEBA ihr Bekenntnis zu einem Sozialmodell, das auf starken kollektiven Mechanismen basiert, die für die wirtschaftliche und soziale Stabilität des Landes unerlässlich sind, und gleichzeitig den Trend zu mehr Individualisierung berücksichtigt. Ein wichtiger Punkt, der angesprochen wurde, war die Notwendigkeit von Tarifverträgen auf Branchen- oder Unternehmensebene, um den Besonderheiten der Berufe und Organisationen besser gerecht zu werden und Talente anzuziehen und zu halten.

Für die ALEBA ist es unerlässlich, dass sich die dreigliedrigen Gremien auch anderen Akteuren als den Gewerkschaften OGBL und LCGB öffnen, die nicht alle Arbeitnehmer in Luxemburg vertreten. Dieser monolithische Gewerkschaftsansatz, der weder die politisch unabhängige ALEBA noch unsere Kollegen einbezieht, birgt Risiken für die Vielfalt und den Reichtum der Standpunkte.

Diese Situation gleicht einer Form des Gewerkschaftsmonopols, das die Vielfalt der Meinungen und Lösungen einschränkt. Die ALEBA, die repräsentativste Gewerkschaft im Finanzsektor, sowie andere Kollegen und parteilose Delegierte könnten dazu beitragen, pragmatische Konsense für die Entwicklung des Landes zu finden.

Ausbildung: Unzureichendes Angebot der Regierung angesichts des technologischen Wandels

Die technologische Beschleunigung, insbesondere durch KI und Robotisierung, wirft laut der Gewerkschaft eine wichtige Frage auf: Wie können geeignete Ausbildungswege in einem Umfeld geschaffen werden, in dem sich die Kompetenzen rasch weiterentwickeln? Die ALEBA betonte die Notwendigkeit eines ehrgeizigen Aktionsplans der Regierung und bedauerte die Einstellung von Strukturprojekten wie Skillbridge.

So zielt beispielsweise ein gemeinsames Plattformprojekt, das von einem Bankenkonsortium getragen wird und KI-Tools integriert, darauf ab, den steigenden Anforderungen der Regulierungsbehörden gerecht zu werden und die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen zu stärken. Diese Initiativen führen jedoch zu einem erheblichen Stellenabbau. Dies verstärkt die Notwendigkeit, ehrgeizige Projekte zur Schulung aller Beschäftigten zu entwickeln.

Telearbeit: Hindernisse aufgrund bilateraler Abkommen und deren Auswirkungen auf Produktivität, Attraktivität und Work-Life-Balance

Die ALEBA bekräftigte ihre Position zugunsten eines Rechts auf Telearbeit an einem Tag pro Woche für alle Arbeitnehmer ohne Auswirkungen auf ihre Steuerpflicht, d. h. etwa 50 Tage pro Jahr.

Für die Gewerkschaft wäre es schade, wenn keine Einigung über die Telearbeit erzielt würde: Dieses Thema zu blockieren, indem man es mit Steuerverhandlungen oder den finanziellen Erwartungen des französischen Finanzministeriums verknüpft, wie man es manchmal hört, würde bedeuten, die Arbeitnehmer und Grenzgänger zu benachteiligen. Dies schadet dem gemeinsamen europäischen Interesse.

Wir alle sind Verlierer, denn heute ist es einfacher, bestimmte Berufe und Dienstleistungen in andere Länder auszulagern, wo die Leistungen aus der Ferne erbracht werden, weit jenseits von Stabilitätsproblemen und grenzüberschreitenden Verhandlungen, ohne dass Luxemburg Steuereinnahmen daraus erzielt.

Auf dem Weg zu möglichen Kooperationen

Dieses Treffen ermöglichte es, Gemeinsamkeiten zu identifizieren und den Weg für gemeinsame Überlegungen darüber zu ebnen, wie sich die Handelskammer und die ALEBA gegenseitig unterstützen können, insbesondere in Bezug auf die Verbesserung der Kompetenzen der Arbeitnehmer, die Attraktivität des Arbeitsmarktes und die Anpassung an wirtschaftliche Veränderungen.

Die ALEBA begrüßt die Qualität des Austauschs und bekräftigt ihre Bereitschaft, im Interesse der von ihr vertretenen Arbeitnehmer und des luxemburgischen Sozialmodells einen verantwortungsvollen und pragmatischen Dialog mit allen institutionellen Akteuren fortzusetzen.

Zusammenfassung

Die ALEBA und die Handelskammer: ein konstruktiver Dialog für die Zukunft des luxemburgischen Arbeitsmarktes

Im Rahmen ihres institutionellen Austauschs traf sich die ALEBA mit Carlo Thelen, Generaldirektor der Handelskammer, um mehrere wichtige Themen für die Zukunft des luxemburgischen Arbeitsmarktes zu erörtern. Dieses Treffen ist Ausdruck des gemeinsamen Willens, einen offenen und konstruktiven Dialog zwischen den Sozialpartnern im Dienste der Arbeitnehmer, der Unternehmen und der Wettbewerbsfähigkeit des Landes aufrechtzuerhalten.

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