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Seit mehreren Mandaten verkörpert Thierry Sossong einen ausgewogenen und zugleich anspruchsvollen Ansatz in seiner Rolle als Personalvertreter bei Foyer Luxembourg. Dabei stellt er die Vertretung und Information der Mitarbeitenden in den Mittelpunkt seines gewerkschaftlichen Engagements.
Aus Überzeugung trat er der Gewerkschaft bei. Thierry betont, dass seine Motivation von Anfang an klar war: „Ich habe mich engagiert, um die Beschäftigten zu begleiten und zu schützen, sie bestmöglich zu informieren und Fairness sowie Gerechtigkeit ins Zentrum meines Handelns zu stellen.“
In einem Land wie Luxemburg, wo die Nähe zwischen Unternehmensleitung und Belegschaft groß ist, unterstreicht er die Notwendigkeit eines ausgewogenen Ansatzes: „Man muss sowohl den Arbeitnehmern als auch den Arbeitgebern nah sein. Das ist ein permanenter Balanceakt. Wahre Informationen weiterzugeben, im Einklang mit unseren Werten.“
Heute in seiner dritten Amtszeit blickt Thierry Sossong auf einen langfristig aufgebauten Werdegang zurück. Seine erste Amtszeit war eine Phase des Lernens.
„Ich habe viel zugehört, viel gelernt. Delegierter zu sein bedeutet zu verstehen, dass man sich nicht nur Freunde macht. Es gibt immer gegensätzliche Meinungen, und man muss dazu stehen.“
Nach bereichernden Gesprächen mit ehemaligen Delegierten entschloss er sich schließlich zum Engagement: „Eines Tages sagten Delegierte zu mir: ‚Warum kommst du nicht dazu?‘ In Luxemburg denken viele zuerst in finanziellen Kategorien. Ich wollte eine soziale Vision verteidigen.“
Der entscheidende Wendepunkt seines Engagements kam während seiner zweiten Amtszeit, als er mitten in der Covid-Krise den Vorsitz der Delegation übernahm. Eine beispiellose Phase intensiver Mobilisierung:
„Ich habe Stunden am Telefon und auf Teams mit der Personalabteilung von Foyer verbracht. Wir haben die Krise gemeinsam bewältigt.“
Diese Zusammenarbeit führte zu einem Klima des gegenseitigen Respekts und zu einer gemeinsamen Vision:
„Damit ein Unternehmen gut funktioniert, müssen es den Menschen gut gehen – geistig wie körperlich. Geht es den Beschäftigten gut, geht es auch dem Unternehmen gut. Das ist eine Win-Win Situation.“
Über das Krisenmanagement hinaus hebt Thierry die inhaltliche Arbeit innerhalb der Delegation hervor: die Einführung neuer interner Regeln, monatliche Kommunikation und die Klärung von Verfahren.
„Selbst mit 50 Delegierten gibt es immer eine kleine Gruppe von hochmotivierten Personen. Die Rolle eines Delegierten erfordert auch viel Psychologie: zuhören, alle zu Wort kommen lassen, verstehen, was falsch interpretiert wurde.“ Seine Expertise in Kollektivverträgen, Gehaltsabrechnungen und internen Regelungen macht ihn heute zu einer wichtigen Anlaufstelle für viele Beschäftigte.
Dem intergewerkschaftlichen Geist verpflichtet, betont er, dass wesentliche Fortschritte immer gemeinschaftlich erzielt werden. Dazu zählen unter anderem die Einführung einer Treueprämie im letzten Kollektivvertrag sowie Attraktivitätsprämien: „In einem Wettbewerb um Talente sind diese Prämien entscheidend, um die Attraktivität des luxemburgischen Finanzsektors zu stärken – insbesondere in den ersten Berufsjahren.“
Am meisten erfüllen ihn die Zeichen der Anerkennung:
„Der Dank jedes Einzelnen. Der Respekt. Die Anerkennungsbekundungen.“
Für Thierry bleibt Verhandlung vor allem ein auszubalancierendes Kräfteverhältnis, in dem ALEBA ihre Rolle voll wahrnimmt:
„Die ALEBA muss Teil des gewerkschaftlichen Blocks sein. Das ist manchmal schwierig, aber unsere Meinung zählt.“
In einem Satz fasst er seine Sicht des Gewerkschaftswesens zusammen:
„ALEBA ist eine Gewerkschaft des Kompromisses. Eine Win-Win Situation, für Arbeitgeber wie für Arbeitnehmer.“ Eine Philosophie, die sein Engagement weiterhin prägt und den sozialen Dialog zum Nutzen aller stärkt.